In Teil 1 zu dem Thema haben wir ganz bei den Anfängen unserer Nahrung begonnen: Warum die Lebensmittel von heute für uns nicht mehr so nahrhaft wie damals sein können, weil schon die Böden von heute nicht mehr so „nahrhaft“ für die Pflanzen sind. Wie heute bereits in der Saat der Grund für eine Verringerung von Mineralstoffen in Obst und Gemüse begraben liegt. Weshalb es einen Unterschied macht, wann und wie man erntet.

Doch damit sind wir noch nicht am Ende. Denn unsere Nahrungsmittel haben nach der Ernte nicht bloß auf breiter Front weniger Nährstoffe als gemeinhin bekannt, nein, selbst wenn wir von den veralteten, wohl unrealistisch günstigen Nährwertvorstellungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ausgehen, landen bei weiten Teilen der Gesellschaft immer noch zu wenig Vitamine und Mineralien auf dem Teller.

Überrascht? Das dürften jedenfalls all die sein, die hin und wieder Ernährungsexperten im Fernsehen zu dem Thema fabulieren gehört haben.

Nährstoffmängel in Deutschland? Undenkbar. Gucken Sie sich doch an, was wir im Supermarkt alles kaufen können. Gucken Sie sich unsere Auswahl an.

Allein: Es kommt nicht darauf an, was so alles in den Weiten eines Supermarktes herumliegt, sondern was auf den Tellern der Menschen landet. Nur davon hat der Körper letzten Endes etwas.

Versorgungslücken in der Bevölkerung

Und genau das zu untersuchen, war der Auftrag der großangelegten Nationalen Verzehrsstudie II aus dem Jahr 2008, durchgeführt von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel.1

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