Normaler Weise empfiehlt man unter so einem Titel ein gutes Buch. Ich habe aber etwas besseres für Sie. Einen Stoff, der die obige Phrase aus ihrem Dasein als Metapher erlöst und sie Wirklichkeit werden lässt. Die Rede ist von Magnesium, einem essentiellen Mineral, das jeder von Ihnen kennt – und dass Sie trotzdem noch nie so in die Finger bekommen haben.

Alle Mineralstoffe kommen in Verbindungen daher

Auf das „so“ kommt es an. Egal, ob Sie gerade Magnesium mit der Nahrung oder durch ein Supplement aufnehmen, Sie bekommen Magnesium aus Stabilitätsgründen niemals als reines, elementares Magnesium, sondern in Form von einer Magnesiumverbindung serviert. Es gibt anorganische Mg-Verbindungen wie Magnesiumoxid und organische, wie beispielsweise Magnesiumcitrat.

Welchem Trägerstoff das Magnesium anhaftet macht auch einen beträchtlichen Unterschied. So wird Magnesiumoxid von den meisten Menschen deutlich schlechter aufgenommen. Manche Studien kommen gar zu dem Ergebnis, dass Supplemente mit Mg-Oxid den Magnesiumspiegel nicht besser anheben als ein Placebo. Autsch. Im Allgemeinen stellen Citrate wegen des Preis-/Leistungsverhältnisses die beste Variante dar, will man seinen Magnesiumlevel anheben.

Jedoch gibt es Bereiche des Körpers, wo Magnesium in der Regel nur schwer hineinkommt. Ein solcher ist das Gehirn. Das liegt nämlich an der berühmt-berüchtigten Blut-Hirn-Schranke, die die allermeisten Stoffe nur sehr eingeschränkt oder gar nicht durchlässt, um unser empfindliches Rechenzentrum vor Störfaktoren zu schützen. Das ist grundsätzlich gut so, jedoch hat das auch zur Folge, dass Magnesium wohl nur in kleineren Mengen hindurchkommt, als uns günstig wäre. Erhöht man bei Menschen durch Infusionen mit Magnesiumsulfat kurzzeitig den Gesamt-Magnesiumspiegel um satte 300%, also in den Bereich einer Hypermagnesiämie („Magnesiumvergiftung“), steigt gleichzeitig der Magnesiumwert in der Hirnflüssigkeit nur um 10-19% an [ Klick die Studie ]. Selbst bei derartig viel Exzessmagnesium kann also nur relativ wenig ins Gehirn gelangen. Doch der Zugang zum dortigen Magnesium ist uns nicht länger verwährt. Vor einigen Jahren erst wurde von Wissenschaftlern am MIT eine Magnesiumverbindung entwickelt, von der Sie wahrscheinlich noch nie gehört haben. Diese ist im Stande den Magnesiumwert im Gehirn effektiv zu erhöhen: Es handelt sich um Magnesium-L-Threonat.

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