Bei all den – teils „verrückten“ – NEM, die ich bisher so ausprobiert habe, war es überraschender Weise am schwersten, ein brauchbares Vitamin A Produkt aufzutreiben. Hier habe ich geschrieben, warum Vitamin A für einige Leute ein großes Thema darstellt.

Und da liest man auch, dass es mir vor allem auf richtiges Vitamin A, also Retinol, ankommt und nicht auf Beta-Carotinoide (Pro-Vitamin A).

Dieses Produkt verwende ich:

Vitamin A 5.000 i.E. (100 Stk.)

Darin wird die Speicherform Retinylpalmitat verwendet, die im Körper sofort in Retinol umgewandelt werden kann. Die Tabletten müssen zu einer (normal-)fetthaltigen Hauptmahlzeit genommen werden.

  • Ich nehme momentan 2 Tabletten pro Woche, wodurch ich im Schnitt auf rund 1.400 i.E. pro Tag komme.

Es gibt noch dieses Produkt hier, mit einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis, jedoch sind die Gel-Kapseln voll mit Soja-Öl. Soja kann insbesondere Probleme mit unserer Schilddrüse verursachen, darum versuche ich immer, es zu vermeiden. Als ich das Präparat testete (weil ich zu der Zeit kein besseres gefunden hatte), hatte ich auch nach einigen Einnahmen, allerdings nicht nach allen, das Gefühl, dass sich meine Schilddrüse etwas aufplustert und dass ich abgeschlagen war. Einen definitiven Schluss kann man daraus aber nicht ziehen, auch da meine Schilddrüse zu dieser Zeit angeschlagen war.

 

Nun stellt sich natürlich für manche die Frage, was Veganer machen.
Zu meiner großen Verwunderung gibt es neuerdings auch veganes Retinol in Form von Retinylacetat. Ja, das hast du richtig gelesen. So steht es auch unmissverständlich bei den Inhaltsstoffen, wo „vegan“ noch einmal extra hinter das „Retinylacetat“ gesetzt wurde.

Als ich mit dem Hersteller per eMail Kontakt aufnahm und fragte, was es damit auf sich habe und wie ein Retinylester denn nicht-tierischen Ursprungs sein könne, erhielt ich nur eine einzeilige Antwort: Dass sei sehr wohl möglich und das Retinylacetat stamme aus einem Pflanzenextrakt.

Als ich darauf mit Referenzen erwiderte, dass das unmöglich sei, kam nichts mehr. Bei näherer Recherche im Internet stieß ich darauf, dass es jetzt wohl ein synthetisches Verfahren gibt, mit dem ein Pflanzenausgangsstoff zu Retinylacetat umgewandelt wird.
In der Vergangenheit gab es durchaus schon Probleme mit manch anderem synthetischen Vitamin, weil die sich aufgrund einer anderen Struktur im Körper eben doch nicht so verhalten haben, wie ihr natürliches Vorbild. Zu denken ist hier an synthetisches „all-rac Vitamin E“.

Daher möchte ich das vegane Retinylacetat nicht empfehlen. Gleichzeitig habe ich aber auch keine Hinweise, dass dieses Produkt irgendwie weniger bioaktiv oder gar schädlich ist. Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden.