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News aus der Welt der Orthomolekularmedizin

Monat: Juli 2016

Warum unsere Nahrung nicht so nahrhaft ist, wie allgemein angenommen | Teil 1

Nahrungsergänzungsmittel? Pah, ich setze lieber auf eine ausgewogene Ernährung.

Das ist eine durchaus verbreitete Ansicht. In weiten Teilen der Gesellschaft hat sich mittlerweile ein gewisses Gesundheitsbewusstsein eingestellt. Man weiß, dass fast food schlecht ist. Man weiß, dass Kohlenhydrate „ja irgendwie auch Zucker“ sind und man es damit nicht übertreiben sollte. Man weiß, dass Eiweiße schlank machen und Zigaretten die Gesundheit gefährden. Und man weiß natürlich, dass Bio gut ist.

Bio ist besser als konventionelle Landwirtschaft, keine Frage, und „ausgewogen“ ist ja sowieso immer besser als „unausgewogen“ – aber ist das mittlerweile noch gut genug? Reicht das immer und für jeden?

Hier nähern wir uns einem blinden Fleck des Gesundheitsbewusstseins. Unsere Nahrung ist inzwischen nicht mehr so nahrhaft, wie das früher der Fall war. Ausgelaugte Böden, profitorientierte Züchtungen und Erntemethoden sowie vieles mehr haben den Gehalt an Nährstoffen kontinuierlich und drastisch sinken lassen. Da es sich hierbei um ein sehr wichtiges Thema handelt, werde ich ein Unterkapitel aus meinem eBook als Zweiteiler veröffentlichen.

Unsere Böden sind ausgelaugt

Unser Obst und Gemüse von heute sind leider nicht mehr das, was sie vor einem guten halben Jahrhundert waren. Verschiedene Umstände tragen dazu bei, dass der Vitamin- und Mineralgehalt deutlich gesunken ist.

Einer der Gründe ist wahrscheinlich, dass unsere Böden ausgelaugt wurden durch eine Landwirtschaft, die exzessiv ist, die wegen Bequemlichkeit oder Subventionen oft monokulturell ist und die dank Düngemitteln auf großen Ertrag in wenig Zeit ausgerichtet ist. Die Böden werden von Jahrzehnt zu Jahrzehnt verbrauchter und ärmer.

Wer das schon einmal gehört hat, der hat bestimmt kurz darauf die Beschwichtigungen gehört, dass das doch „alles Quatsch!“ sei. Auch von Ärzten ist so etwas zu vernehmen. Jedoch: In peer-reviewed journals wissenschaftlich belegt ist aber nur, dass die Nährstofferosion tatsächlich stattfindet. Der Gegenbeweis hat es soweit ich weiß noch nicht dorthin geschafft. Das nur, um klarzustellen, welche Seite in dieser Diskussion die Wissenschaft hinter sich hat.

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Vitamin D gegen Schuppenflechte und Vitiligo

Wie viele von euch bereits wissen werden, wird dem guten, alten Vitamin D in den letzten 15 Jahren mehr und mehr Bedeutung beigemessen. Einerseits ist es wirklich erstaunlich, an wie vielen Prozessen im Körper dieses Vitamin, das genaugenommen ein Hormon ist, beteiligt ist und in dieser Folge die verschiedensten Krankheitsbilder beeinflusst. Denn angesichts dieser schieren Menge von Anwendungsmöglichkeiten ist man versucht, das alles nicht zu glauben.

Andererseits sind die enormen Auswirkungen ganz einfach erklärbar, wenn man sich veranschaulicht, dass Länder wie Deutschland aufgrund ihrer geographischen Lage tatsächlich ein enormes Vitamin D Defizit haben. Und umso größer ein Mangel an einem essentiellen Stoff ist, desto mehr gerät im Körper durcheinander, desto mehr kann durch Supplementierung dieses Stoffes wieder gerade gebogen werden. Ein Löwenanteil der heilsamen Wirkungen von Vitamin D ist also einfach dem Ausgleich des Mangels zuzuschreiben.

In der vorliegenden Studie aus dem Jahre 2013 wurde jedoch mal etwas anders gearbeitet. Untersucht wurden die Auswirkungen von Vitamin D auf die Hautkrankheiten Schuppenflechte (Psoriasis) und Vitiligo. Jedoch hat man hier bei den Studienteilnehmern nicht bloß einen Mangel ausgeglichen, sondern für 6 Monate täglich 35.000 i.E. Vitmin D verabreicht.

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Was sind freie Radikale?

In meinem Post über Sonnenschutz durch den Mund klang es am Ende schon an und auch ansonsten begegnet einem dieses Stichwort immer, wenn man sich dem Thema Gesundheit auch nur auf 50 Meter nähert: Freie Radikale. Egal ob in einer Werbung für Vitamin C-haltigen Orangensaft oder bei Warnungen vor „zu viel Sonne“, wir hören es immer wieder, aber was sind das eigentlich für kleine Biester? Und was haben sie mit Antioxidantien und oxidativem Stress zu tun?

Freie Radikale – das sind keine Hooligans, die randalierend durch die Gassen ziehen und am Wegesrand eine Spur der Verwü– Moment mal.

Eigentlich passt das wie die Faust auf’s Auge. Das ist genau das, was freie Radikale sind.

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Nahrung fürs Gehirn

Normaler Weise empfiehlt man unter so einem Titel ein gutes Buch. Ich habe aber etwas besseres für Sie. Einen Stoff, der die obige Phrase aus ihrem Dasein als Metapher erlöst und sie Wirklichkeit werden lässt. Die Rede ist von Magnesium, einem essentiellen Mineral, das jeder von Ihnen kennt – und dass Sie trotzdem noch nie so in die Finger bekommen haben.

Alle Mineralstoffe kommen in Verbindungen daher

Auf das „so“ kommt es an. Egal, ob Sie gerade Magnesium mit der Nahrung oder durch ein Supplement aufnehmen, Sie bekommen Magnesium aus Stabilitätsgründen niemals als reines, elementares Magnesium, sondern in Form von einer Magnesiumverbindung serviert. Es gibt anorganische Mg-Verbindungen wie Magnesiumoxid und organische, wie beispielsweise Magnesiumcitrat.

Welchem Trägerstoff das Magnesium anhaftet macht auch einen beträchtlichen Unterschied. So wird Magnesiumoxid von den meisten Menschen deutlich schlechter aufgenommen. Manche Studien kommen gar zu dem Ergebnis, dass Supplemente mit Mg-Oxid den Magnesiumspiegel nicht besser anheben als ein Placebo. Autsch. Im Allgemeinen stellen Citrate wegen des Preis-/Leistungsverhältnisses die beste Variante dar, will man seinen Magnesiumlevel anheben.

Jedoch gibt es Bereiche des Körpers, wo Magnesium in der Regel nur schwer hineinkommt. Ein solcher ist das Gehirn. Das liegt nämlich an der berühmt-berüchtigten Blut-Hirn-Schranke, die die allermeisten Stoffe nur sehr eingeschränkt oder gar nicht durchlässt, um unser empfindliches Rechenzentrum vor Störfaktoren zu schützen. Das ist grundsätzlich gut so, jedoch hat das auch zur Folge, dass Magnesium wohl nur in kleineren Mengen hindurchkommt, als uns günstig wäre. Erhöht man bei Menschen durch Infusionen mit Magnesiumsulfat kurzzeitig den Gesamt-Magnesiumspiegel um satte 300%, also in den Bereich einer Hypermagnesiämie („Magnesiumvergiftung“), steigt gleichzeitig der Magnesiumwert in der Hirnflüssigkeit nur um 10-19% an [ Klick die Studie ]. Selbst bei derartig viel Exzessmagnesium kann also nur relativ wenig ins Gehirn gelangen. Doch der Zugang zum dortigen Magnesium ist uns nicht länger verwährt. Vor einigen Jahren erst wurde von Wissenschaftlern am MIT eine Magnesiumverbindung entwickelt, von der Sie wahrscheinlich noch nie gehört haben. Diese ist im Stande den Magnesiumwert im Gehirn effektiv zu erhöhen: Es handelt sich um Magnesium-L-Threonat.

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